27.07.2014

Tag 9: Ab ans Meer

So als hätten wir nicht schon genügend Kilometer mit dem Auto zurückgelegt, ging es heute Morgen weiter. Nicht, dass wir das Hotel extrem vermissen werden - im Gegenteil, aber so langsam hängt das ewige im Auto sitzen an. Jedoch genug gemeckert. Die Reise ging vom Damara Land, über das kleine Dorf Uis nach Swakopmund, welches direkt an der Atlantikküste liegt.

Die über 200 Kilmeter lange Strecke führte uns auf beinahe ausschliesslich mit Kies und/oder Sand bedeckten Straßen nur an äusserst wenig Zivilisation vorbei. Wir kreuzten während der Fahrt wohl nicht mehr als 15 Fahrzeuge. Schuld daran wird nicht die wüstenähnliche Landschaft gewesen sein, sondern einfach die Abgelegenheit unserer (einzig möglichen) Reiseroute. Desto überraschender war dann der erste (überhaupt mögliche, da Zivilisation) Halt in Uis. Einem ehemaligen Zinnabbau Gebiet und heute hauptsächlich Rentnerparadies für Westeuropäer. Uis ist bis jetzt das wohl 'best gepflegteste' (im Sinne von gewohnt aus Westeuropa) Dorf, welches mit einem ziemlich funkigen Cafe / Gärtnerei durchaus gefiel (hauptsache Koffein!).

Am Arsch der Welt

Ansonsten passierte auf dem Weg nicht wirklich viel. Begleitet wurden wir einzig von einer schier unendlichen Anzahl von Telefonmasten, welche sich der Straße entlang erstreckten. So kamen wir am Atlantik an. Das Klima ist hier bedeutend weniger extrem. Bedeutet am Tag weniger heiss, aber auch in der Nacht weniger kalt. Vom Damara Land bis hinunter zum Meer sind es auch knapp 900 Höhenmeter unterschied. Am Meer angekommen dauerte es dann nicht mehr lange (und ein Schiffswrack), bis wir in Swakopmund ankamen. Die (ich hoffe, dass ich hier nicht falsch liege) wohl zweitwichtigste Stadt hinter Windhoek ist vergleichbar mit einem mittleren Touristenkaff am Meer. Diverse Souvenierläden, diversen Spunten und Strand. Finito. Zu sagen ist jedoch, dass wir ausgezeichnet gespiesen haben und im Hotel die Internetverbindung ganz akzeptabel ist. Hört sich doch gar nicht mal so schlecht an. :)

Gestrandet

Morgen wird interessant. Als erstes geht es mit einem Boot hinaus aufs Meer. Dort sollen Delfine, Robben und (obwohl in dieser Jahreszeit eher unwahrscheinlich) Wale zu sehen sein. Anschliessend geht es dann für eine Nacht in die Wüste. Darauf freue ich mich sehr!

Angekommen am Atlantik

Fotos geschossen: 130

Sämtliche Bilder der Namibiareise sind unter mediagoblin.aurka.com zu finden.

Die weiteren Tagesberichte gibt es unter dem Tag Namibia.