06.06.2014

Konvertierung von ESXi-VMs zu KVM unter Ubuntu 14.04

Dies ist der fünfte Post zum Thema Ubuntu 14.04 und KVM. Dieser behandelt die Konvertierung von VMWare ESXi VMs zu KVM.

Umgebung

Sämtliche Informationen gelten für folgende Testumgebung:

  • Ursprung: VMWare ESXi 4.x oder 5.x (vmx Konfigurationsdatei und vmdk Images)
  • KVM: Ubuntu 14.04 64bit Server (xml Konfigurationsdatei und qcow2 Images)

Requirements

Für die Konvertierung folgendes benötigt:

  • Paket virtinst
  • VMX und VMDK Dateien der zu konvertierenden VM

Zusätzlich werden selbstverständlich die Pakete für KVM (und Open vSwitch) benötigt.

VMs konvertieren

Um eine VM von ESXi zu KVM zu konvertieren, müssen zuerst die VMX und die VMDK Dateien der gewünschten VM auf den KVM Wirth übertragen werden. Sollten die VMDK-Images aus mehreren Teilen bestehen, können diese mit cat zusammgeführt werden -> cat part1.vmdk part2.vmdk > disk.vmdk. Die Konvertierung kann nun gestartet werden:

virt-convert -D qcow2 example.vmx

Der Befehl erstellt einen neuen Ordner mit dem Namen der soeben konvertierten VM. Dieser beinhaltet eine grundlegene XML-Datei (welche nicht benötigt wird) und ein qcow2-Image. Grundsätzlich könnte das erstellte XML-File verwendet werden, um die Maschine gleich in libvirt zu definieren, der Weg über virt-install ist jedoch bedeutend einfacher. Mit der Hilfe von virt-install wird die Maschine nun definiert:

virt-install --connect qemu:///system --name example --ram=2048 --vcpus=2 --disk path=/var/vm/example/example.qcow2,size=30,format=qcow2 --vnc --os-variant=ubuntuprecise --nonetworks --import

An der Stelle der Angabe einer ISO-Datei für die Installation wird das Argument --import verwendet.

Die Maschine ist nun definiert und kann ganz normal via virsh gestartet werden:

virsh start example

Und bereits läuft die ehemalige ESXi VM unter KVM. Natürlich sollten/können nun in der VM gewisse Dinge umgestellt werden. Beispielsweise können die VMware-Tools deinstalliert werden. Weiter empfielt sich die verwendung von linux-virtual als Kernel (aber das empfiehlt sich bereits unter ESXi).

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